Alkohol

Alkohol und Nikotin sind die beiden in unserer Gesellschaft am weitest verbreiteten Suchtgifte. Sie werden als "Genußmittel" bezeichnet, obwohl längst erwiesen ist, daß die Bilanz ihres Konsums negativ ist. Es gibt weit mehr Todesfälle infolge unmäßigen Alkoholkonsums und infolge des Rauchens als durch die sogenannten "Drogen".

Alkoholische Getränke sind in jedem Supermarkt frei und unbegrenzt erhältlich, und selbst die Jugendschutzgesetze schützen hier nur bedingt. Der Konsum alkoholischer Getränke einschließlich übermäßigen Trinkens und leichter Trunkenheit ist sozial akzeptiert. Nur Volltrunkenheit wird meist abgelehnt. Trinkfestigkeit, stets ein Zeichen von Alkoholgewöhnung und damit einer Vorstufe der Alkoholabhängigkeit, gilt vielen noch als „Mannestugend". Kaum ein Ereignis oder Gefühl, das nicht Anlaß zum Trinken böte. Alkohol ist für die meisten Menschen alltäglich. Dementsprechend verbreitet ist auch sein Mißbrauch.
In Deutschland gibt es nach Schätzungen der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren e.V. (DHS) rund 2,5 Millionen (1994) behandlungsbedürftige Alkoholkranke; darin doppelt so viele Männer wie Frauen. Der Anteil von Frauen steigt seit Jahren ständig an. Besonders problematisch ist die wachsende Zahl jugendlicher Konsumentinnen und Konsumenten, denn das Nervensystem junger Menschen reagiert sehr viel empfindlicher auf Alkohol, als das Erwachsener.

 

Der Alkohol bringt viel Leid und Schmerz in die Familien. Er bedroht die geistige und körperliche Gesundheit jedes Einzelnen. Er kostet die Krankenkassen und die Rentenversicherungen, und damit uns, jährlich Milliarden von Euro.

 

Jeder muss aber  für sich entscheiden, wie sein persönliches Verhältnis zum Alkohol ist.

 

 

Kontrolliertes Trinken . . .

WIE  LANGE

.  . . soll das gutgehen???

 

 

Wenn Du einem
geretteten Trinker begegnest,
dann begegnest Du einem Helden.
Es lauert in ihm schlafend der Todfeind.
Er bleibt behaftet mit seiner Schwäche
und setzt seinen Weg fort
durch eine Welt der Trinkunsitten,
in einer Umgebung,
die ihn nicht versteht,
in einer Gesellschaft,
die sich berechtigt hält,
in jämmerlicher Unwissenheit
auf ihn herabzuschauen,
als auf einen Menschen zweiter Klasse,
weil er es wagt,
gegen den Alkoholstrom
zu schwimmen.
Du sollst wissen:
Er ist ein Mensch erster Klasse!

Friedrich von Bodelschwingh

 

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Letzte Änderung:   Samstag, 13. Januar 2007

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