Medikamente

Medikamente sind synthetische oder natürliche Stoffe, mit denen man die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktion des menschlichen Körpers bzw. seelische Zustände im heilenden Sinne beeinflussen kann; ihr Mißbrauch hat in den letzten 15 Jahren erheblich zugenommen. Wer Medikamente zwanghaft und fortgesetzt ihrer seelischen Wirkung wegen einnimmt, ist abhängig. Die von der DHS geschätzte Zahl behandlungsbedürftiger Abhängiger in Deutschland liegt bei rund 1,4 Millionen (1994). Etwa zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Hinzu kommt der Medikamentenmißbrauch von Alkohol- u. Drogenabhängigen.

Oft wird das (spätere) Suchtmittel während einer ärztlichen Behandlung kennengelernt und die Einnahme erscheint auch bei selbständiger Fortsetzung “legitimiert” zu sein. Medikamentenabhängigkeit (unauffällige, rasche Einnahme, keine “Fahne”) ist schwer zu erkennen und bleibt oft lange ohne Behandlung. Bei der Einführung neuer Arzneimittel achtete man nicht immer ausreichend auf ihr Suchtpotential und durch offensive Verkaufs- bzw. Werbestrategien trägt die Pharmaindustrie zuweilen selbst zur Verbreitung des Mißbrauchs bei.

 

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Letzte Änderung:   Samstag, 13. Januar 2007

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