Nikotin

Nikotin, wie Alkohol auch, ist prinzipiell von anderen Suchtstoffen nur dadurch unterschieden, daß es als „Genußmittel" angesehen und gesellschaftlich akzeptiert ist. Noch mehr als Alkohol ist Nikotin zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar. Allein in den alten Bundesländern gab es 1990 mehr als 700.000 Zigarettenautomaten! Vom Wirkungsprofil, der Bedeutung im Leben der Konsumentinnen und Konsumenten und den möglichen Schädigungen unterscheidet sich Nikotin kaum von anderen Suchtgiften. Nach den Ergebnissen der Mikrozensusbefragung vom Mai 1992 rauchen in Deutschland 28,8 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahre. Dabei liegt der Raucheranteil bei den Männern - obwohl gerade bei ihnen der Trend zum NichtRauchen besonders deutlich ist - mit 36,8 Prozent noch immer wesentlich höher als der Anteil rauchender Frauen (21,5 Prozent).

Rauchen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation weltweit für den vorzeitigen Tod von ca. 3 Millionen Menschen jährlich verantwortlich. Schädigend wirken insbesondere Nikotin, Teerbestandteile und Kohlenmonoxyd. Auch die Schädlichkeit des „Passivrauchens" gilt heute als nachgewiesen. Das Image des Rauchens in der Öffentlichkeit hat sich durch umfangreiche Aufklärungskampagnen u.a. Maßnahmen grundlegend gewandelt. Nicht-Rauchen gilt mittlerweile als das sozial wünschenswerte Verhalten und die Interessen der Nicht-Raucher/-innen finden zunehmend Beachtung, z.B. durch Rauchverbote in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebäuden oder durch rauchfreie Zonen in Speiselokalen.

 

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Letzte Änderung:   Samstag, 13. Januar 2007

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